31.03.2011, 10:35 Uhr | dpa/CK
"Persönliche Katastrophe": Johannes Heesters darf doch nicht Königin Beatrix treffen. (Foto: dpa)
Schock für Johannes "Jopie" Heesters: Der greise Schauspieler steht nun doch nicht auf der Gästeliste eines Staatsbanketts, das Bundespräsident Christian Wulff am 12. April zu Ehren der niederländischen Königin Beatrix gibt. "Die Ausladung ist für ihn eine persönliche Katastrophe, nahezu lebensbedrohend in seinem Zustand und Alter", sagte sein Berliner Theateragent Jürgen Ross dazu am Mittwoch der Nachrichtenagentur dpa.
Zunächst hatte Heesters eine Einladung erhalten. Der gebürtige Niederländer freute sich "außerordentlich" darauf, von "seiner" Königin Beatrix empfangen zu werden. "Nach langen Jahren der offiziellen Ablehnung meiner Person durch Amtsvertreter meines Heimatlandes ist für mich ein großer Lebenswunsch in Erfüllung gegangen", schrieb der mittlerweile 107 Jahre alte Heesters überglücklich auf seiner Internet-Homepage.
Wegen seiner Karriere in Nazi-Deutschland galt der Sänger und Schauspieler, eine der größten Operetten-Legenden des 20. Jahrhunderts, in seiner Heimat lange als "unerwünschte Person". Auch der Besuch des Ensembles des Münchner Gärtnerplatztheaters, zu dem Heesters gehörte, 1941 im KZ Dachau hatte für Unmut gesorgt.
Nun hoffte der mittlerweile erblindete und fast taube Heesters auf einen offiziellen Friedensschluss mit dem holländischen Königshaus. In den Niederlanden jedoch sorgte seine Einladung für Irritationen. Eine Begegnung zwischen Heesters und der Königin im Berliner Schloss Bellevue wäre wegen seiner Vergangenheit "sensibel", schrieb die niederländische Nachrichtenagentur ANP.
Am Montag erhielt Heesters dann per Post plötzlich eine Absage vom Bundespräsidialamt. Man habe nicht mit so vielen Zusagen gerechnet und bedauere sehr, Heesters und andere "wegen der sehr begrenzten Anzahl der Plätze" nicht berücksichtigen zu können, hieß es laut Ross in dem lapidaren Schreiben. "Das weiß man doch vorher", ereifert sich der Theateragent, "und da ruft man doch wenigstens mal an, um die peinliche Situation zu erläutern".
Das Wirrwarr um Ein- und Ausladung hätte laut Ross nicht passieren dürfen: "Dann hätte man ihn erst gar nicht einladen sollen." Ausdrücklich hatte der Agent beim Protokoll zurückgefragt, als die Einladung kam. "Wir wissen, wen wir einladen", habe es dort geheißen. Scheinbar war dem doch nicht so. Hoffen wir, dass "Jopie" diese Enttäuschung gut verkraftet.
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Quelle: dpa , t-online.de
Dieter schrieb:
am 31. März 2011 um 16:12:09
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(15)
ausgeladen
richtig! Ehe es zu einem Eklat kommt ist die AUsladung der bessere Weg. Warum es zuvor nicht recherchiert wurde ist ärgerlich.
Aber wir alle machen Fehler und sollten bereit sein diese auch zu korriergen!
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ich schrieb:
am 31. März 2011 um 16:09:14
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jopie
Hallo,
ich finde das ist die Entscheidung der Personen die einladen. Trotzdem ist es nicht schön ihn erst einzuladen und ihm dann doch abzusagen.
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sven schrieb:
am 31. März 2011 um 16:08:06
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heesters
unser BP wulff wollte , doch die holländischen diplomaten wollten jopi nicht. so ist das.
die holländer bekamen die gästeliste
und haben die einladung jopis kritisiert.
daraufhin wurde jopi ausgeladen. so ist das immer. das ist so gang und gäbe.
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