24.05.2008, 11:00 Uhr | dpa / jho
Sandys Röckchen ist wohl etwas zu kurz geraten. (Foto: ddp)"Kurz, sexy, knapp, glamourös, aufreizend - einfach märchenhaft", so beschreibt "No Angels"-Sängerin Lucy bei "Stern.de" die Kleider der Engel für das große Grand-Prix-Finale. Vielleicht hätte sie noch bunt und luftig hinzufügen sollen - denn wie schon im deutschen Vorentscheid setzen die Engel nicht nur auf einen netten Popsong, sondern auch auf optische Reize. Ob hautenge, kurze Kleidchen und im Wind flatternde Tücher aber reichen, um sich gegen die stimmgewaltige und auffällige Konkurrenz durchzusetzen? Der skurrile irische Truthahn Dustin ist zwar schon im Halbfinale rausgeflogen, aber dafür gibt es beim Grand Prix am Samstagabend in Belgrad vielfältige andere Highlights - von sexy Sängerinnen in kurzen Glitzerkleidchen bis zu rappenden Rentnern.
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Opi-Rapper und singende Piraten
Für Kroatien geht der 75-jährige Rapper "75 Cents" an den Start. (Foto: Reuters)Die kroatischen Straßenmusiker von Kraljevi ulice mit dem 75-jährigen Rapper 75 Cents an ihrer Seite trumpften im zweiten Halbfinale am Donnerstagabend mit Buena-Vista-Charme auf. "Wir sind die Könige der Straße, wir repräsentieren eine andere Art von Kunst", meinten sie auf der anschließenden Pressekonferenz vor hunderten Journalisten und Fans und betonten: In diesem Wettbewerb habe jeder eine Chance. Nun ja - nicht ganz: Beim ersten Halbfinale am Dienstagabend hatten die irische Truthahn-Handpuppe Dustin the Turkey oder das estnische Komiker-Trio Kreisiraadio noch das Nachsehen. Dafür enterten die lettischen Piraten "Pirates Of The Sea" aber die Eurovisions-Bühne mit Erfolg: Ihr Techno-Song sorgte beim zweiten Halbfinale für Partystimmung in der Belgrad-Arena und zog locker ins Finale ein.
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Hingucker aus Schweden und der Ukraine
Die Schwedin Charlotte Perelli hat den Grand Prix bereits 1999 gewonnen. (Foto: Reuters)Jubeln konnte im zweiten Halbfinale aber auch Schwedens Charlotte Perelli. Sie ist eine der stärksten Konkurrentinnen der No Angels, da sie den Eurovision Song Contest bereits 1999 gewonnen hatte - damals noch unter dem Namen Charlotte Nilsson. Doch nicht nur mit der blonden Sängerin müssen sich die Engel messen, auch einige der anderen Damen im Finale bieten neben gesanglichen auch optische Highlights: Die Ukrainerin Ani Lorak zum Beispiel, die im Halbfinale mit ihrem Song "Shady Lady" und ihrem silbernen Glitzerkleidchen überzeugte, oder aber die polnische Sängerin Isis Gee.
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Wunderliche Beiträge aus Frankreich und Spanien
Elvis-Tolle und Plastik-Ukulele: Roberto Chikilicuatre tritt für Spanien an. (Foto: eurovision.tv)Aber auch schon unter den fünf von vornherein gesetzten Finalisten sind zwei starke und auffällige Konkurrenten für die No Angels zu finden: Der Franzose Sébastien Tellier sorgte im Vorfeld des Grand Prix schon für Aufregung in seinem Heimatland. Denn statt einer der üblichen gefühlsduseligen französischen Schmacht-Balladen tritt Tellier mit einem Elektropop-Song an, den er noch dazu größtenteils auf Englisch singt. Für die traditionsbewussten und sprach-bewussten Franzosen ein echter Affront. Ähnlich viel Aufregung verursachte der spanische Beitrag von Rodolfo Chikilicuatre. Dieser ist nämlich nur eine Kunstfigur des Komikers und Schauspielers David Férnandez Ortiz, ursprünglich erfunden für eine Late-Night-Show. Bei den Spaniern kam sein Song "Baila el Chiki Chiki" extrem gut an - denn sie wollen sich damit für alle ihre bisherigen Misserfolge beim Grand Prix rächen. Ob ihnen das auch im Finale gelingen wird, bleibt abzuwarten.
Der Grand Prix im Fernsehen:
24. Mai - ARD, ab 20:15 Uhr: ESC-Countdown
24. Mai - ARD, ab 21 Uhr: ESC Finale und anschl. Party
dpa / jho
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