06.09.2005, 13:09 Uhr | Quelle: Süddeutsche Zeitung - Magazin
Musiker sind lässig, cool, abgebrüht und führen ein wildes, sorgenfreies Leben in Saus und Braus. Soweit der Mythos. Die Realität kann da aber manchmal ganz anders aussehen. Denn über 50 Jahre Rock- und Popmusik haben viel Stoff geliefert für schräge, skurrile und ganz schön peinliche Storys und Skandale, in denen die sonst so bewunderten Stars oft gar nicht gut wegkommen. Wie zum Beispiel Elton John, der, verkleidet in einem Affenkostüm, Iggy Pop fast zu Tode erschreckte, Tina Turner, die einmal eine Doppelgängerin k.o. schlug, oder Bob Dylan, der die Beatles zum Kiffen verleitete. Hier zeigten sich die Stars von einer ganz neuen Seite.
Manche Dinge können nicht warten
Zugegeben, Keith Richards hat in seiner langen Karriere mit den Stones schon so einiges gesehen und mitgemacht. Eine denkwürdige Anekdote gelang der Gitarristen-Legende aber auch ganz ohne seine Kollegen: Er war schon angetrunken, als er bei Studio-Aufnahmen der Beatles in London auftauchte. Und als er kurz darauf wieder gehen wollte, hatte sich dieser Zustand nicht wesentlich gebessert. Deshalb fand er wohl auch den Ausgang nicht, legte sich resigniert in einem Lagerraum schlafen und verpasste so auch das Ende der Proben. Erst nach 12 Stunden befreite ihn ein Toningenieur. Doch statt ihm zu danken, verschwand Richards blitzschnell. Kein Wunder, hatte er in der Nacht doch wohl oder übel eine afrikanische Trommel als Toilette missbrauchen müssen...
Janet lässt die Sonne aufgehen
Eine Peinlichkeit der etwas anderen Art erlebte Janet Jackson beim American-Football-Finale 2004. Zusammen mit Justin Timberlake sollte sie dessen Hit "Rock Ya Body" singen. Passend zur Textzeile "I'm gonna have you naked by the end of this song" zog er an Janets Oberteil. Dieses nahm die Aufforderung wörtlich, riss und Janets Brust kam zum Vorschein - sonnenförmiges Piercing inklusive. Am nächsten Tag hagelte es Protestmails und Beschwerden wegen Jacksons "Nipplegate". Da konnten auch die lahmen Entschuldigungen, "Bekleidungs-Fehlfunktionen" seien schuld gewesen, nicht mehr helfen. Seitdem werden in den USA große Events nur noch zeitverzögert ausgestrahlt.
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So schnell ist der Lack ab
Dagegen ist das, was Elvis Presley 1955 widerfahren ist, der Traum eines jeden Musikers: Tausende Fans jubeln und kreischen vor Begeisterung und Bewunderung. Nur hätte Elvis in Jacksonville, Florida, die Mädchen lieber nicht noch weiter angeheizt. Sein flapsiger Spruch "Ich seh euch gleich hinter der Bühne" war dann des Guten zuviel: Die Fans stürmten die Bühne, verfolgten Elvis bis in seine Garderobe und rissen ihm die Kleider vom Leib. Der King konnte sich gerade noch auf eine Duschkabine retten. Wäre er aber lieber mal gleich nach draußen zu seinem Auto gerannt. Denn die enttäuschten Mädchen nutzten den Cadillac als Notizblock: Sie kritzelten mit Lippenstift ihre Namen und Telefonnummern kreuz und quer über das Auto - oder ritzten sie gleich in den Lack ein. Noch mehr skurrile Geschichten lesen Sie hier:
Quelle: Süddeutsche Zeitung - Magazin
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