16.05.2011, 08:27 Uhr | CK
Am Samstag steigt das große Finale des Eurovision Song Contest. Doch während sich die Fernsehzuschauer noch gedulden müssen, bis sie Lena und Co. live zu sehen bekommen, hat t-online.de die Show schon am Freitag gesehen - als Generalprobe. Wir verraten Ihnen, auf was Sie sich morgen freuen können - und wer die beste Performance abliefert. So viel sei schon mal verraten: Stefan Raab rockt in diesem Finale die Bühne - mit einem grandiosen Eröffnungsauftritt und der Unterstützung von Lena.
Bis die Generalprobe am Freitagnachmittag beginnt, dauert es allerdings eine Weile: Dicht gedrängt müssen sich zunächst mehrere hundert Journalisten vor der Arena auf einer Leichtathletik-Bahn die Beine in den Bauch stehen - dabei sollte die Show eigentlich längst beginnen. Fast eine halbe Stunde vergeht, die Pressevertreter werden immer genervter. Das sieht nach keinem guten Start aus. Dann allerdings öffnen sich irgendwann die Pforten der heiligen Halle - und beim Betreten ist schlagartig die ganze Warterei vergessen. Die Bühne wurde ja schon viel gelobt. Aber tatsächlich raubt einem der Anblick der Arena den Atem. Trotz der riesigen Größe strahlt das umfunktionierte Fußballstadion eine gemütliche Atmosphäre aus, und die riesige LED-Wand ist wirklich ein Wahnsinn. Bei aller Kritik an den Kosten für den Grand Prix: Mit dieser Bühne hat sich Düsseldorf wirklich zwölf Punkte verdient.
"Douze Points" kann man auch der Eröffnung des ESC-Finales geben - dank Multitalent Stefan Raab. Bisher ging der des Englischen nur mäßig mächtige Entertainer beim Grand Prix neben seinen weiblichen Kolleginnen Anke Engelke und Judith Rakers ziemlich unter. Doch in der Abschluss-Show entschädigt er für seine enttäuschenden Halbfinal-Auftritte. Denn Lena-Entdecker Raab eröffnet das ESC-Finale mit einer schwungvollen Rock'n'Roll-Version von "Satellite", unterstützt von seinen Co-Moderatorinnen als Background-Sängerinnen und der Titelverteidigerin Lena selbst. Aber wir wollen natürlich nicht alles vorwegnehmen: Also schalten Sie am Samstag auf jeden Fall rechtzeitig ein, denn sonst verpassen Sie ein echtes Highlight!
Dass die Mission Titelverteidigung für Lena nicht leicht werden wird, war bereits klar. Doch vor Ort in der Arena wird deutlich, wie schwer es für die 19-Jährige tatsächlich werden wird. Kaum jemand unter den Fans und Journalisten hier in Düsseldorf scheint ihr ernsthaft zuzutrauen, im Heimspiel ein zweites Mal den Sieg zu holen. Und in der Tat ist ihr Auftritt mit "Taken By A Stranger" zwar fesselnd - doch eher auf eine hypnotisch-traumwandlerische Weise als auf die leichtfüßig-fröhliche Art des letztjährigen Gewinnersongs "Satellite". Ob Lena damit tatsächlich die breiten europäischen Massen zum Anrufen animieren kann?
Der gleiche Zweifel gilt allerdings auch für Amaury Vassili: Der französische Beitrag wird bei den Buchmachern als heißester Kandidat auf den Titel gehandelt. Doch obwohl Amaury wirklich eine fantastische Stimme hat, der Liebling aller Schwiegermütter sein dürfte und bei der Generalprobe für lautstarken Jubel unter den französischen Pressevertretern sorgt: Er ist nun mal Operntenor und singt einen korsischen Bolero. Das ist nicht gerade die leicht verdauliche Pop-Kost, die man sonst vom Eurovision Song Contest gewohnt ist.
Deshalb kann man kaum glauben, dass der Mann aus Frankreich tatsächlich gewinnen soll, so wie es die Buchmacher voraussagen. Eher könnte da Google recht behalten: Laut Suchmaschinen-Auswertung soll nämlich das schrille Zwillingsduo Jedward aus Irland gewinnen. Und deren Song "Lipstick" ist nicht nur so eingängig, dass sogar die Journalisten zum Teil mitsingen. Die blonden Haartollen-Träger liefern auch eine mitreißende und actiongeladene Show ab. Auch wenn die hyperaktiven Brüder auf Dauer sicher sehr anstrengend sind - die Grand-Prix-Songs dauern ja alle unter drei Minuten, und für diese Zeitdauer sind die beiden durchaus amüsant anzusehen. Auch ihr Song im Synthi-Pop-Sound dürfte nicht nur jüngere, sondern auch ältere Zuschauer ansprechen.
Dass auch die Band Blue, die für England antritt, zum Favoritenkreis zählen soll, ist nach ihrem Auftritt übrigens nur schwer zu glauben. Stattdessen wirken die vier Männer wie das, was sie sind: eine in die Jahre gekommene Boyband - mit einem Song und einer Show, die genauso veraltet und unzeitgemäß wirken wie die Band selbst. Denn die Sänger reißen scheinbar einfach ein paar Tanzschritte aus früheren Tagen runter und trällern dazu ihr seichtes Liedchen "I Can". Nicht sehr grand-prix-verdächtig, sondern fast ein wenig traurig anzusehen.
Dafür gibt es aber eine ganze Reihe anderer Künstler, denen man den Titel wirklich gönnen würde. Die rumänische Band Hotel FM etwa, die mitreißende Gute-Laune-Musik im Britpop-Stil macht, oder die Dänen von A Friend in London, deren Titel "New Tomorrow" einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Auch die Schweizerin Anna Rossinelli überzeugt mit einer lässigen Nummer, die nach Adèle klingt und zum vergnügten Mitpfeifen animiert. Wer weiß, vielleicht macht ja morgen ein Außenseiter das Rennen. Eines ist auf jeden Fall sicher: Es wird eine spannende Show!
Übrigens: Samstag ab 21 Uhr können Sie das Finale des Eurovision Song Contest in unserem Live-Ticker mitverfolgen!
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CK
dj schrieb:
am 14. Mai 2011 um 19:23:35
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ESC
Aber Mike hat Musikgeschmack!!!! Ganz schön arrogant und eingebildet. Aber auch Einbildung ist ja bekanntlich eine Bildung, nicht wahr??
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tv-seher schrieb:
am 14. Mai 2011 um 19:21:29
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ESC
In nicht ganz 2 Stunden beginnt der ESC. EIn europäisches Fest, so hoffe ich. Wer es nicht sehen will, o.k. akzeptiert. Ich schau schon.
Endlich mal eine mehrstündige Musiksendung, die nicht (wie die alternative Chart-Show) ständig von Leuten wie der grünen Roth oder dämlichen B-Spassmachern mit noch dämlichernen Kommentaren verziert werden. Also: Let's the show go on....
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Mike schrieb:
am 14. Mai 2011 um 17:34:09
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@Der Geist etc
Sie fragen ....Ob 3/4 von Europa kein Musikgeschmack hat?...leider ja. ..und..wo sind die etablierte Sängern aus anderen
Ländern geblieben ? Ganz einfach..weil sie wissen das 3/4 von Europa kein Musikgeschmack hat. Es ist nicht anders als ein europäisches DSDS
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