18.05.2008, 11:17 Uhr | dpa/LW/jho
Was kann man dem Ehepaar Pooth jetzt noch glauben? (Foto: dpa)Neue Vorwürfe im "Fall Maxfield": Wie der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe (ab Montag im Handel) berichtet, soll Franjo Pooths Firma "Maxfield" bereits Anfang 2007 mit erheblichen finanziellen Problemen gekämpft und sich nur mit Tricks am Leben erhalten haben. Dem Nachrichtenmagazin liegen offenbar Berichte einer Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vor, nach denen "Maxfield" bereits 2006 einen "nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 4,294 Millionen Euro" ausweisen musste. Nun gehe die Staatsanwaltschaft dem Verdacht nach, dass Franjos Firma früher insolvent gewesen sein könnte als gedacht, so der "Spiegel".
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"Verona-Faktor" und "fragwürdige Planungsdaten"
Obwohl "Maxfield" also schon Ende 2006 angeschlagen und bilanziell überschuldet gewesen sei, so der "Spiegel" weiter, sei es danach zu einer "wundersamen Wertvermehrung" gekommen. So habe die Firma Mitte 2007 ein Markengutachten in Auftrag gegeben, in dem der Marktwert schließlich mit 18,5 Millionen Euro ausgewiesen wurde. Doch offenbar basierte das Gutachten auf "fragwürdigen Planungsdaten". So habe man die Umsatzzahlen zu hoch angesetzt und zudem einen "Verona-Faktor" - sie wolle die Marke "Maxfield" künftig "stützen und fördern" - mitberechnet, der mit einem Multiplikator von 1,75 in die Berechnung des Markenwerts eingeflossen sei.
Beteiligte weisen Vorwürfe zurück
Offenbar hätten Banken und Geschäftsführung von "Maxfield" gehofft, auf diese Weise einen neuen Investor zu finden, mutmaßt der "Spiegel". Doch diese Hoffnungen wurden nicht erfüllt - im Januar 2008 musste die Firma Insolvenz anmelden, die Schulden belaufen sich inzwischen auf rund 19 Millionen Euro. Gegenüber dem "Spiegel" wiesen indes alle Beteiligten illegale Machenschaften und Tricksereien zurück.
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dpa/LW/jho
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