18.02.2011, 14:47 Uhr | LS
Stefan Raab hat sich in einem Interview ordentlich in Rage geredet. (Foto: dpa)
Schlechte Quoten, vernichtende Kritiken - erst kürzlich hatte Stefan Raab im "Spiegel" die Titelverteidigung beim Eurovision Song Contest als mögliche "Scheißidee" bezeichnet. Jetzt verteidigte er seine Entscheidung gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" in einer wahren Uli-Hoeneß-Wutrede. "Der größte Wahn liegt in den Köpfen der Journalisten. Die drehen durch", schimpfte der Entertainer im Interview.
Angestachelt durch provokante Fragen wie "Wann, Herr Muba-Raab, treten Sie endlich zurück?" und dem Vorwurf, Raabs Verhandlungsstrategie lasse einen Kim Jong Il wie ein Weichei aussehen, redete sich der Lena-Entdecker richtig in Rage. "Ich bin von der ARD gebeten worden, Ödland aufzuarbeiten. Nach 2004 gab es nur die Auswahl zwischen drei Künstlern. Sie hatten also die Wahl zwischen Pest und Cholera. In dem Jahr vor Lena hatten Sie nicht mal diese Wahl. Da wurde diktatorisch bestimmt: Alex swings, Oscar sings und Dita tanzt. Da haben Sie die Pest, die Cholera und die Syphilis frei Haus bekommen", ätzte der 44-Jährige.
Er hätte dieses System dann in eine Neo-Demokratie überführt: "Wir haben nicht nur über den Künstler abstimmen lassen, sondern auch über den Song. Das System, was wir jetzt hier betreiben, ist nur die logische Konsequenz." Dass mit Lena Meyer-Landrut - erstmals in der Geschichte des Grand Prix - eine Künstlerin ihren Titel verteidigen soll, hätte Raab mit seinem Schützling schon Wochen vor dem Sieg in Oslo besprochen. "Lena hat dann die Entscheidung getroffen, etwas zu tun, womit keiner rechnet, weil alle nur danach streben, einmal Erfolg zu haben und den Erfolg zu konservieren. Ich habe zu Lena gesagt: Wenn das nicht der Höhepunkt deiner Karriere gewesen sein soll, dann müssen wir noch mal antreten und entweder den eigenen Erfolg durch eine haushohe Niederlage pulverisieren oder wir gewinnen noch mal und pulverisieren den ersten Erfolg durch den zweiten. Ich verstehe Leute nicht, die sagen: Man solle aufhören, wenn es am schönsten ist. Man mache sich den eigenen Ruhm kaputt. Was ist das denn für ein Schwachsinn?"
Lenas Chancen beim diesjährigen Eurovision Song Contest schätzt Raab als "sehr, sehr gut" ein. Und ob Sieg oder Niederlage - die Verantwortung für Lenas Abschneiden werde er persönlich übernehmen. Das Problem der meisten Leute sei nämlich, "Schiss in der Buchse" zu haben. "Was passiert denn, wenn wir beim nächsten Mal den ESC nicht gewinnen?", fragt Raab und gibt gleich selbst die Antwort: "Das haben zwei Wochen später alle wieder vergessen, und jeder erinnert sich nur noch daran, wie schön das in Oslo war, als wir gewonnen haben. Niederlagen sind morgen wieder vergessen. Nur Siege bleiben."
Zur ARD sagte Stefan Raab, dass der Sender ja nicht mit ihm arbeiten müsse. "Man kann mich heute rausschmeißen, ich habe noch nicht einmal einen unterschriebenen Vertrag mit der ARD." Auch die Anspielung auf seine zwei Niederlagen in Folge bei "Schlag den Raab" konterte er bissig: "Na und? Irgendwann werde ich auch dreimal hintereinander verlieren. Dafür habe ich auch schon fünfmal hintereinander gewonnen". Außerdem habe er die ZDF-Hitparade bereits drei mal als Sieger verlassen, was ihn zu der Aussage bringt: "Was soll ich noch erreichen."
Quelle: t-online.de
Pepe47 schrieb:
am 18. Februar 2011 um 21:28:54
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@Kurt
Raab sucht dringend ein Erfolg??? Häh, wo lebst du denn????
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Ray schrieb:
am 18. Februar 2011 um 21:28:20
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Recht so
Hallo Herr Raab,
mein Opa hat mal gesagt "Lieber Neider als Mitleider", und das könnte hier ja wohl nicht besser passen, oder?
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Kurt schrieb:
am 18. Februar 2011 um 21:25:30
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Raab
....sucht dringend einen Erfolg und kann sich offensichtlich selbst nicht mehr motivieren!
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