"Supertalent 2009": Hundedame Primadonna und Dompteur Yvo haben gewonnen! (Foto: dpa)Riesige Überraschung beim "Supertalent"-Finale 2009: Der Gewinner der RTL-Talentshow ist eine Primadonna – aber eine auf vier Pfoten. Hunde-Dompteur Yvo Antoni und seine Jack-Russell-Dame Primadonna haben sich völlig unerwartet und mit dem hauchdünnen Vorsprung von nur 0,1 Prozent der Anrufe gegen die Sängerin Vanessa Calcagno durchgesetzt. Für den Vierbeiner war die Aufregung nach der Verkündung des Zuschauer-Votings allerdings zu viel: Primadonna wetzte in Windeseile davon, weg von dem Lärm im Studio. Yvo musste die Glückwünsche alleine entgegennehmen. 100.000 Euro Siegprämie bekommen Hund und Herrchen nun – nur eine Frage bleibt offen: Wie will Dieter Bohlen mit diesen beiden bloß jemals ein Album produzieren?
Sie sind im Finale: (v. l.) Hannes Schwarz, Sebastian, Karin Andreev, Carlotta Truman, Fabienne Bender, Tamina Geuting und Sven (Foto: RTL / Stefan Gregorowius)
„Siegerin der Herzen“
Bohlen hatte Vanessa Calcagno, die im Finale eine Arie von Puccini sang, nach den Auftritten zu seiner eindeutigen Favoritin erkoren. Doch selbst das Urteil des Poptitans konnte der 24-Jährigen am Ende nicht mehr helfen: Mit 13,4 zu 13,5 Prozent der Zuschauer-Stimmen blieb ihr nur der zweite Platz und der Titel „Siegerin der Herzen“. Dritte wurde die Panflöten-Spielerin Petruta Küpper. Insgesamt traten im „Supertalent“-Finale zwölf Kandidaten gegeneinander an.
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Schicksalsschläge, traurige Familiengeschichten - wie schon von den vorherigen „Supertalent“-Sendungen gewohnt, bemühte sich RTL auch diesmal wieder nach Kräften, auf die Tränendrüsen der Zuschauer zu drücken. Allerdings ohne Erfolg: Mit Yvo Antoni setzte sich ausgerechnet ein Kandidat durch, der weder von toten Familienangehörigen noch seiner schweren Kindheit erzählte, sondern sich locker-sympathisch präsentierte und eine witzige und beeindruckende Tierdressur zeigte. Inmitten all der emotionsgeladenen, bedeutungsschwangeren Auftritte eine willkommene Abwechslung. Und wer hat schließlich schon einmal einen seilspringenden Hund gesehen.
Angesichts der starken Konkurrenz musste sich auch Feuer-Artist Hannes Schwarz etwas Besonderes einfallen lassen. Der 26-Jährige lieferte den eindeutig heißesten und vor allem gefährlichsten Auftritt nicht nur des Abends, sondern der „Supertalent“-Geschichte ab. Jury und Publikum stockte der Atem, als der Feuer-Künstler sogar seinen Rücken in Brand setzte und dann seelenruhig in bester Rocker-Manier Gitarre spielte. Und damit nicht genug: Hannes sprang mit einem brennenden Seil, schleuderte Flammen-Stäbe durch die Luft und zündete ein wahres Pyrotechnik-Feuerwerk. „Der ist irre, glaub ich!“, staunte Dieter Bohlen und machte sich Sorgen, dass der 26-Jährige irgendwann seine Grenzen überschreiten und sich ernsthaft verletzten könnte. Und das vermutlich nicht ganz zu Unrecht.
Verlierer: Dieter Bohlen
Insgesamt betrachtet, herrschte im „Supertalent“-Finale eine sehr hohe Leistungsdichte. Die Auftritte der zwölf Kandidaten – von der neunjährigen Carlotta bis zu Schauspielersohn Davy Kaufmann – waren durchweg überzeugend, wenn auch bei weitem nicht immer Gänsehaut-verdächtig. Einen Verlierer gab es allerdings auch: Dieter Bohlen. Er hatte weder genug Einfluss, die Zuschauer von seinem Liebling Vanessa Calcagno eindeutig zu überzeugen, noch kann er musikalisch aus Yvo Antoni und Primadonna Kapital schlagen. Aber dafür gibt es ja noch genügend „Supertalent“-Finalisten, die sich nichts sehnlicher erhoffen als endlich eine große Gesangskarriere zu starten. Der Poptitan wird ihnen da sicherlich gerne zur Seite stehen.