04.10.2010, 11:07 Uhr | bas
Notarzteinsatz bei "Das Supertalent": Sylvie van der Vaart verletzte sich an der Hand. (Foto: Screenshot RTL)
"Das Supertalent" hatte am Samstagabend alles zu bieten: von untalentierten Pfeifern und zählenden Hunden bis hin zu einem alles zerstörenden Kampfsportler. Taekwondo-Lehrer Thomas Teigl zerschlug mit seinen Händen mehrere Ytong-Steine, Bretter und Fliesen und kam mit einem dreifachen "Ja" in die nächste Runde. Doch zuvor wollten alle drei Juroren selbst ihr Glück versuchen und einen der Steine per Faustschlag durchbrechen. Doch was bei Dieter Bohlen und Bruce Darnell problemlos funktionierte, führte bei Sylvie van der Vaart zu einer Verletzung. Der Stein wollte auch nach mehrmaligen Zuschlagen einfach nicht zerbrechen, das Ergebnis: Sylvie bekam eine fiese Prellung an der Hand, die schließlich sogar von einem Notarzt behandelt werden musste.
Zum Notarzt hätte auch der schräge Darren Tylor gehen könne, wenn seine Vorführung schief gelaufen wäre. Der irre Bademeister hüpfte aus sieben Metern Höhe in ein 30 Zentimeter tiefes Kinderschwimmbecken. Ein wahres Talent war diese Vorführung nicht und so handelte sich Tylor ein dreifaches "Nein" ein. Ein toller Augenschmaus war die zarte Emilia Arata, die in einem hautengen Kostümchen in einer Kugel ihre Gelenkigkeit unter Beweis stellte: "Fantastisch, sexy, geheimnisvoll" – so betitelte die Jury den zauberhaften Auftritt der hübschen 20-Jährigen.
Und bei Stevie Starr konnte die Jury zurecht sagen: "Das habe ich noch nie gesehen." Der 45-Jährige aus Schottland verschluckte alles, was ihm in die Finger kam und in seinen unglaublich geschickten Magen passte - sogar eine Billardkugel. Vor den ungläubigen Augen der "Supertalent"-Jury verschluckte Starr zunächst hintereinander fünf nummerierte Münzen. Diese beförderte er in der gewünschten Reihenfolge wieder zutage. Die Sortierung im Magen schien zu funktionieren und verblüffte Sylvie van der Vaart, Bruce Darnell und Dieter Bohlen unübersehbar. Als der faszinierende Schlucker dann auch noch Sylvies Ring in seinem Inneren verschwinden ließ, danach ein kleines Vorhängeschloss „verspeiste“ und am Ende noch den Schlossschlüssel verschluckte, wollte man nicht glauben, was man schon ahnte: Der will doch jetzt nicht etwa in seinem Verdauungsorgan das Schloss mit dem Schlüssel öffne, das Schloss in den Ring hängen, abschließen und das Gespann wieder ausspucken? Genau das vollführte Starr vor den ungläubigen Augen der Zuschauer. Und als Zugabe würgte er noch mal den Schlüssel hoch und ließ Sylvie den Ring vom Schloss befreien. Ein wahrer Augenschmaus bei "Das Supertalent", der diverse peinliche Auftritte anderer Bewerber schlichtweg vergessen ließ. Natürlich sehen wir den "armen Schlucker" damit in der nächsten Runde wieder.
Sie sind End-Vierziger und hatten leider optisch auch nicht viel zu bieten: Brigitte und Andrea entdeckten auf Oma Ellis Geburtstag ihr Talent als "Kunstpfeiferinnen". Dieser legendäre Auftritt brachte die beiden Damen dazu, sich bei Bohlen und Co. zu bewerben und ihr Können anzupreisen. Zu ihrer unmelodischen Pfeiferei hüpften Brigitte und Andrea ungelenk über die Bühne, die sie ziemlich schnell wieder verlassen durften "Dünnpfiff klingt ähnlich", kommentierte Dieter Bohlen. Vielleicht freut sich ja die nächste Omi über einen Auftritt – der bleibt zu wünschen, dass das Gehör im Alter bereits abgebaut haben möge. An Unmusikalität wurden die Ladys nur von Tyson Nikani übertroffen: Anstatt das Gehör der Zuschauer und der Jury zu strapazieren, hätte sich der 46-Jährige auf das besinnen sollen, was er in Perfektion beherrschte: Als Grinsekatze aufzutreten. Stattdessen sang er das selbst geschriebene Lied "Lisa", in dem er seine verlorene Jugendliebe besang. Nach der Präsentation war zumindest klar, warum besungene Lisa offenbar die Flucht ergriffen hatte.
Was natürlich beim "Supertalent" nicht fehlen darf, sind die ganz kleinen Talente: An diesem Abend spielte das achtjährige Zwillingspärchen Julian und Simon ein bayerisches Stück auf dem Akkordeon. Ansonsten schienen die beiden Jungs sehr wortkarg zu sein und zeigten ihre Freude über den Auftritt gar nicht. Hatten hier vielleicht überehrgeizige Eltern ihre Hände im Spiel? Bei Fragen aus der Jury hagelte es von den Zwillingen ausschließlich im Kanon ein "Ja" oder "Nein" – und die Achtjährigen schienen zufrieden, als sie die Bühne wieder verlassen durften. Der kleine Olendo ging dagegen wie ein alter Hase auf die Bühne und stellte sich den kritischen Fragen der Jury um Sylvie van der Vaart. Eigentlich hatte der Vierjährige aber nichts zu zeigen und konterte stattdessen nur gekonnt Dieter Bohlens Aussagen. Mit einem Siegerlächeln auf den Lippen verließ der süße Knirps schließlich wieder die Bühne. Vielleicht sehen wir ihn ja in 15 bis 20 Jahren wieder. Wenn er sich dann überlegt hat, was er eigentlich kann. Ein tierischer Zwerg war der zählende Schäferhund Amor, der laut seinem Herrchen alle Grundrechenarten beherrsche. Und tatsächlich rechnete der bellende Vierbeiner geschickt und fehlerfrei verschiedene Aufgaben durch. Wie der Trick funktionierte, blieb ein Geheimnis des Paares, beeindruckte die Zuschauer aber allemal.
Mit gestählten Körpern sorgten am Samstagabend die Athleten Furore. Die Berufs-Akrobaten "Pellegrini"-Brüder überzeugten mit ihrer Handstandakrobatik auf ganzer Linie. Ob es die unglaublichen Bauchmuskeln oder die überdimensionierten Trizeps-Muckis waren, die sie in die nächste Runde schupsten, bleibt wohl ein ewiges Geheimnis.
Michael Holderbusch übernahm am Samstagabend die Rolle des Paul Potts: Ein armer Tropf, der mit seinen 30 Jahren schon viel Schlechtes im Leben erfahren hatte. Dieser Auftritt gehörte jedenfalls nicht dazu. Der bärtige Holderbusch sang los und ließ die Jury denken, dass Joe Cocker persönlich auf der Bühne stünde. Und dieses Ausnahmetalent holte sich eine Ausnahme-Beurteilung von Dieter Bohlen ab: "Ich würde gerne noch zwei, drei, vier Titel von dir hören. Ich wünsche mir, dass du ins Finale kommst", sagte der Pop-Titan. Doch langsam sollte man bei "Das Supertalent" auf andere "Aha"-Effekte zurückgreifen, denn der Erfolg eines Paul Potts ist nur schwer zu wiederholen. Also arbeitet doch bitte an neuen Überraschungseffekten - denn das Talent, weiterhin endlos spannende Sendungen zu gestalten liegt bei RTL.
Quelle: t-online.de
Walla schrieb:
am 3. Oktober 2010 um 14:04:16
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ja ja
na das ist ja noch mal gut gegangen, dank an die deutschen notärzte.
Aber so hat das VOLK wenigstens was zu lachen.DANKE SILVI van keineahnung wo
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Zuschauer schrieb:
am 3. Oktober 2010 um 14:03:15
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Frau Vaart in Lebensgefahr
Diese Supertalententscheider werden von Sendung zu Sendung dümmer!
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Lach mich weg schrieb:
am 3. Oktober 2010 um 14:02:23
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@Micha
Ja Micha aber nicht "echt"
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