07.11.2011, 10:17 Uhr | sgü
An diesem Sonntagabend lieferte die "Tatort"-Reihe endlich mal wieder ein absolutes Highlight. "Borowski und der coole Hund" bot alles, was der Krimifan sich wünschen kann: Ein spannendes Drehbuch, tiefgründige Charaktere und brillante Darsteller. Darüber hinaus bestach Borowskis (Axel Milberg) neuester Fall, der teils in Südschweden und teils in Kiel spielte, mit seiner Ästhetik und seiner dichten Atmosphäre.
Schon die ersten beiden Szenen versetzten den Zuschauer in blankes Entsetzen: In Südschweden findet eine Mutter ihre kleine Tochter apathisch, mit Schaum vor dem Mund in einem Pferdestall liegen. Kurze Zeit darauf stirbt das Mädchen im Krankenhaus an Tollwut. In Kiel liebt sich derzeit ein attraktives Paar öffentlich auf einem Badesteg. Anschließend springt der Mann ins Wasser - und spießt sich dabei auf ein todbringendes Gerüst aus Bambusstäben auf. Im Anschluss weiß man nicht mehr, wovor man sich mehr fürchten soll: Vor der drohenden Tollwut-Epidemie oder dem Killer und der Raffinesse seiner grausam inszenierten Tötung.
Borowski traf in dieser Folge auf einen "coolen Hund", seinen hoch geschätzten schwedischen Kommissar-Kollegen Stefan Enberg (Magnus Krepper). Dieser hat alles, was Borowski nicht hat: Eine große Klappe, Schneid bei Frauen und einen Hang zu aggressiven, unkonventionellen Ermittlungsmethoden. Aus der Spannung zwischen diesen gegensätzlichen Ermittlern profitiert dieser "Tatort" sehr. Weitere überzeugende Gegenspieler sind Sibel Kekilli als Borowskis rechte Hand und Mavie Hörbiger als selbstzerstörerische, mannstolle Traumfrau. In diesem "Tatort" rasseln sie - wie bereits im Kinofilm "What a Man", in dem sie auch zusammen spielten - ganz schön aneinander. Dies sei aber dem Drehbuch geschuldet, so Hörbiger. Im wirklichen Leben "verbinde sie eine zarte Freundschaft".
Bereits zum zweiten Mal ist ein Borowski-"Tatort" nach einer Vorlage des schwedischen Bestseller-Autors Henning Mankell gestrickt worden. Auch dieses Mal ist daraus ein hervorragender TV-Thriller à la Wallander entstanden. Die düstere Atmosphäre, der körperlich geschwächter Ermittler (Borowski hatte schlimme Zahnschmerzen), das Hinabsteigen in die dunklen Abgründe der Psyche, sowohl bei den Tätern, als auch bei den Opfern. Genial, wie die Geschichte immer wieder Haken schlug und dem Zuschauer so kaum Gelegenheit zum Verschnaufen ließ. Das überraschende Ende ließ den Adrenalinspiegel dann nochmal richtig in die Höhe schnellen.
Obwohl am Ende alles glimpflich ausging und Sarah Brandt (Sibel Kekilli) Ina Santamaria (Mavie Hörbiger) durch einen beherzten Sprung in den Fluss rettete, bleiben die Zuschauer mit einer gewissen Sorge zurück. Was war das für ein seltsamer Anfall, den Sarah Brandt (Sibel Kekilli) spätabends im Büro hatte, kurz nachdem Enberg sie bat, ihn zu Ina Santamaria zu begleiten? Man konnte erahnen, dass sie an einer Art Krampf litt. Am nächsten Tag jedoch war sie wieder ganz die Alte. Leidet sie womöglich an einer schweren Krankheit? Kekilli dazu: "Nein, dazu kann ich leider nichts sagen... Das ist noch ein Geheimnis."
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Quelle: t-online.de
Manu schrieb:
am 9. November 2011 um 16:44:32
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sowohl als auch
Also, ich mag die Tatort-Folgen mit Milberg schon lange und empfinde auch Sibel Kekili als Bereicherung (nur das "ich hol
mal den Wagen" war etwas arg lahm!)' - bin auch gespannt, was nun eigentllich ihr (gesundheitliches??) Manko ist. Den Fall an sich empfinde ich nicht als Borowskis besten. Und wenn man Mankell-Fan ist, dann kommt einem die "Aufspieß-Nr." ja ohnehin bekannt vor...l Den auswärtigen Kommissar fand ich auch eher nervig, aber sei's drum: Freue mich auf weit
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cool dog schrieb:
am 9. November 2011 um 15:14:21
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Borowski Brandt
Da ist in den Komentaren wieder mal alles vertreten von Schwachsinn bis absolutes Highlight...aber den Komentar von
Borussin1900 08.Nov. versteht sicher niemand, oder???
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bea schrieb:
am 9. November 2011 um 15:08:51
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tatort borowski
phantastisch! leider kann kekili die rolle ihrer vorgängerin nicht ausfüllen.
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