06.02.2012, 09:49 Uhr | sgü
Die Tatort-Folge "Kein Entkommen" mit Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser hatte es in sich. (Quelle: ARD)
In dieser Wiener "Tatort"-Folge "Kein Entkommen" waten Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) und seine Kollegin Bibi Feller (Adele Neuhauser) über Leichenberge, denn 15 Menschen verlieren während dieses Falles ihr Leben. So viele Tote gab es niemals zuvor. Auch sie selbst werden von Maschinengewehrsalven attackiert. Dieser "Tatort" war Adrenalin pur und - was am meisten stresste: Das Ende blieb offen.
Ohnehin Grippe-geschwächt wird Eisner zum Mord an einem jungen Studenten gerufen, der kaltblütig von zwei Killern erschossen wurde. Die Mörder hatten es jedoch auf einen ganz anderen Mann abgesehen, nämlich Josef Müller alias Mirko Gradic (Christoph Bach) - ein ehemaliges Mitglied der serbischen Kriegsverbrechertruppe "Die heiligen Tiger. Viele ihrer Mitglieder haben sich in Wien niedergelassen. Und Gradic will ihre Gräueltaten ans Licht bringen. Grund genug für sie, ihm mit aller Entschlossenheit nach dem Leben zu trachten.
Eisner und Fellner werden bei ihren Ermittlungen von zwei Interpol-Beamten, die nach internationalen Kriegsverbrechern fahnden, unterstützt. Dennoch haben wir sie noch nie so nah am Abgrund gesehen: Nicht nur, dass sie irgendwann davon überfordert sind, Gradic und seine Familie vor seinen Feinden zu beschützen. Die Härte ihrer Gegner macht ihnen zu schaffen. Bei Nachforschungen im serbischen Café "Maxi" wird ihnen vorgeworfen, dass sie "schwule Weicheier" wären. Jemand wie sie würde in Serbien höchstens zum Kinderhüten eingesetzt.
Zu bedenken gilt: Durch diese sehr emotionale und gewaltlastige "Tatort"-Folge werden mit Sicherheit Vorurteile gegenüber der serbischen Community bestätigt und neue Ängste geschürt. Insgesamt war "Kein Entkommen" jedoch ein hochspannender "Tatort" mit hervorragenden Action-Szenen auf Hollywood-Niveau. Allein schon die Flucht-Szene von Gradic, bei der er halbnackt durch Wien rennt, war sensationell inszeniert.
Die sympathisch schrägen Ermittler haben wieder einmal bewiesen: Moritz Eisner und Bibi Fellner sind das neue Dreamteam am "Tatort"-Himmel. Es war sehr unterhaltsam, als Eisner einem Kaufhaus-Manager den Parkplatz von der Spurensicherung lahmlegen ließ, weil dieser rechte Parolen schwang. Ebenso herzig waren Bibi Fellers missionarische Versuche, ihr gesamtes Umfeld von ihrem Anti-Grippe-Wunder zu überzeugen: Heiße Zitrone mit Schuss und roher Knoblauch in rauen Mengen. Bibi, wir sind stolz auf dich, dass du es weiterhin schaffst, den Schnaps wegzulassen. Weiter so!
Aktuelle Promi-News auf Facebook: Werden Sie ein Fan von VIP-Spotlight!
Quelle: t-online.de
Rolando schrieb:
am 8. Februar 2012 um 14:48:40
(4)
(2)
Gut gelungen
Klasse Tatort. Eine Meisterleistung an Volksverhetzung.
Die Anderen sind immer die Verbrecher. Völlig egal ob es nun die
Tschuschen,
die Polaken, die Türken oder die Juden sind.
Leider kommt für subtile Volksverhetzung kein Gesetz zur Anwendung.
In Österreich würde man sagen: "No Jo so sans hoalt, die Tschuschn"
mehr
Kommentar melden
Vorlauter Piefke schrieb:
am 7. Februar 2012 um 16:51:25
(4)
(0)
Tatort Kein Entkommen
Und was sagt die Wiens große Gosch'n, BM Michael Häupl, zu seiner Polizei und zum Thema Integration ? Seine
grüne Koalitionskollegin kann ihm dabei mit Ejzes behilflich sein.
mehr
Kommentar melden
bernd schrieb:
am 7. Februar 2012 um 16:47:41
(7)
(4)
tatort
wenn jemand realität sucht soll er in kriegsgebiete reisen! als unterhaltung im abendprogram muß man so einen film nicht bringen.
ich möchte mich sonntags abend entspannen, und brauche keine filme die über kriege bzw deren verbrechen gezeigt werden!! zumal solche filme die realität nicht ändern werden!!
mehr
Kommentar melden
Bitte füllen Sie alle Felder aus.

Sie sind der Meinung, dass dieser Kommentar anstößige Inhalte enthält.

Die neue Frühlingskollektion von Topmarken: tolle Schuhe, Mode u.v.m. - Versand gratis. mehr
Extravagante und schicke Damen-
mode für die neue Saison: jetzt online bestellen. von WENZ
Kelly Brook ist fleischgewordene Männerfantasie. zum Video