29.11.2011, 12:13 Uhr | CK
Die "Tatort"-Ermittler Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec üben Kritik. (Quelle: imago)
Seit gut 20 Jahren ermitteln Udo Wachtveitl und Miroslav Nemec für den Münchner "Tatort" - doch nach Meinung der beiden Kommissare hat sich die ARD-Krimireihe in dieser Zeit nicht zum Guten entwickelt. Im Gegenteil: In einem Interview kritisieren die Schauspieler nun die zunehmenden Sparmaßnahmen. "Die Budgets werden ständig gekürzt, auch die Drehtage", sagte Udo Wachtveitl alias Kommissar Leitmayr der "Bild"-Zeitung. Statt 32 Drehtagen wie zu Beginn der "Tatort"-Reihe vor 40 Jahren gebe es heute nur noch 23. "Das ist ein enormer Einschnitt." Auch die Produktionsbedingungen seien härter geworden: "Regisseure arbeiten an einem Tag 18 bis 19 Stunden, weil Drehtage gekürzt wurden. Das ist Wahnsinn."
Unter solchen Arbeitsbedingungen leidet nach Meinung der beiden Darsteller die Qualität. Früher sei es noch möglich gewesen, über kleine Filmsequenzen nachzudenken oder sich auszuprobieren. Doch heute bleibe für solche Diskussionen am Set keine Zeit mehr, das müsse vor Drehbeginn geklärt werden. "Da machen Sender und Produktion enormen Druck. Die stehen da und trommeln mit den Fingern", so Miroslav Nemec alias Kommissar Ivo Batic.
Die Münchner Ermittler kritisieren auch, dass die ARD nur auf die Quote achte, nicht aber darauf, welche Art von Publikum erreicht werde. "Wir müssen die Eliten unter den Zuschauern halten, die Entscheider, das Feuilleton abholen", so Wachtveitl. "Nicht die Zuschauer, denen es im Grunde egal ist, ob der 'Tatort' läuft oder das 'Musikantenstadl'." Zehn Millionen Zuschauer bei einem guten Film seien ihm lieber als zwölf Millionen bei einem schlechten Film. Den letzten Münchner "Tatort", "Ein ganz normaler Fall", sahen am Sonntag 8,39 Millionen Menschen.
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Quelle: t-online.de
Fernsehklotzer schrieb:
am 2. Dezember 2011 um 17:11:17
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Tatort
nicht nur die Drehtage werden weniger, es werden Praktikanten am Set als Arbeitskräfte eingesetzt, Profiis sind denen zu teuer, Gagen
und Tarifverträge werden unterlaufen, nur der Profit der Produktionsfirma zählt, und das alles mit GEZ und Fördergelden, wo bleibt den die Kohle da hängen, nicht zu vergessen, dass die Schauspielergagen immer höher werden, ich finde der Tatort ist out......
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Ronnie schrieb:
am 30. November 2011 um 17:48:47
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Sparmassnahmen
Der Tatort ist immer noch eine Qualitätssendung, aber vielleicht bin ich auch schon ausserhalb der kommerziellen Zielgruppe,
die alle anstreben mit 50 Jahren. Am stärksten fallen mir jedoch die Qualitätsunterschiede auf, wenn ich im ZDF erst "Der Ermittler" oder "Der Alte" sehe und dann die Dialoge in "SOKO Leipzig". Sind ja alles dufte Charaktere in der SOKO, aber die Dialogqualität oft billig und platt. Alles mehr auf Action gemacht ohne wirklichen Tiefgang. Passt eigen
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loma schrieb:
am 30. November 2011 um 16:07:44
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Krimi-Qualität
Ich gebe dem Tatort-Duo mit allem 100% recht! Und wieviel Fehler dabei gemacht werden in Kleidung, Technik, Wunde mal
rechts, mal links, das fällt anscheinend auch niemand auf. Für mich ist gerade bei Krimis aber auch anderen Filmen ein Graus, daß die Hälfte bis 2/3 der Filme im fast bis totalen Dunkel spielt. Man sieht nur noch Umrisse der Künstler. Ihr mimisches Können wird dabei in der Gardarobe abgegeben. Protest! Das wollen wir nicht!!!
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