03.06.2011, 10:25 Uhr | sgü/ Nibo
Heath Ledger verstarb überraschend vor dem Start von "Das Kabinett des Dr. Parnassus". (Foto: Cinetext)
Manchmal schlägt das Leben erbarmungslos zu! Das geschieht in Hollywood genauso wie überall sonst auf der Welt. Und so gibt es unzählige Filmstars, die überraschend und tragisch aus dem Leben gerissen wurden und die Premieren ihrer letzten Filme nicht mehr erlebt haben. Bekanntestes Beispiel ist sicherlich James Dean, der 1955 im Alter von 24 Jahren mit seinem Rennwagen tödlich verunglückte. Sein letzter Film "Giganten" war zu diesem Zeitpunkt fast fertiggestellt. Dean erhielt posthum für diese Rolle und für seine Hauptrolle in "Jenseits von Eden" eine Oscar-Nominierung. Weitere Stars, die vor Fertigstellung ihres letzten Filmes starben, sehen Sie in unserer Foto-Show.
Besonders dramatisch verlief auch der Tod von Zuschauerliebling Heath Ledger. Der 28-Jährige starb am 22. Januar 2008 in seinem New Yorker Apartment. Die Polizei schloss Fremdverschulden aus und eine toxikologische Laboruntersuchung ergab, dass Ledger, der vor allem als schwuler Cowboys Ennis im Kinohit "Brokeback Mountain" (2005) und als Joker in der Batman-Verfilmung "The Dark Knight" (2008) brillierte, an einem Medikamentencocktail gestorben ist, dessen Nebenwirkungen er unterschätzt hatte. Sein Tod wurde als Unfall deklariert.
Unmittelbar vor seinem Tod war Ledger mit den Dreharbeiten zu Terry Gilliams Film "Das Kabinett des Dr. Parnassus" beschäftigt. Nachdem er nun während eines Kurzurlaubs gestorben war, unterbrach Regisseur Gilliam die Arbeiten und begab sich erst im März wieder ans Set des Films. Er hatte sich einen Trick ausgedacht, sowohl die Szenen mit Ledger im Film zu belassen, gleichzeitig jedoch seine Figur zu ersetzen: Um die Zerrissenheit der von Ledger verkörperten Hauptperson Tony auch personell zu verdeutlichen, übernahmen drei andere namhafte Schauspieler den Part: Jude Law, Johnny Depp und Colin Farrell. Ein fantasievoller Zug des Filmemachers, der dem Verstorbenen gleichzeitig den nötigen Respekt zollte.
Zu den sehr traurigen Todesfällen gehört auch der plötzliche Tod der beliebten R'n'B-Sängerin Aaliyah im August 2001. Die junge Sängerin begann gerade auch in der Filmbranche Fuß zu fassen und hatte ihren ersten Streifen "Königin der Verdammten" abgedreht, als sie auf dem Weg von einem Musikvideodreh auf den Bahamas mit einer zweimotorigen Cessna abstürzte. Alle Insassen kamen bei dem Unfall ums Leben. Wie sich später herausstellte, war der Flieger um 400 kg überladen. Außerdem stand der Pilot unter dem Einfluss von Alkohol und Kokain. Sowohl ihr Album "Aaliya" wie auch der Film "Königin der Verdammten" erreichten unmittelbar nach ihrer Veröffentlichung Platz eins der jeweiligen Charts.
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Quelle: t-online.de
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