10.12.2010, 15:08 Uhr | mth
Die vielleicht größte Herausforderung für eine Ballerina ist es, die zentrale Doppelrolle im Ballet "Schwanensee" zu tanzen. Denn hier muss sie zwei Gesichter zeigen, die unterschiedlicher nicht sein können: Als weiße Schwanenkönigin verkörpert sie unschuldige Reinheit und als schwarzer Schwan, dem dunklen Alter Ego der Königin, eine ebenso anziehende wie finstere Sinnlichkeit. In "Black Swan" (Kinostart: 20. Januar 2011), dem neuen Werk von Kultregisseur Darren Aronofsky ("The Wrestler"), spielt Natalie Portman eine Tänzerin, die bei den Vorbereitungen auf diese emotionale Achterbahnfahrt zunehmend mit der dunklen Seite ihres eigenen Ichs konfrontiert wird. Den ersten Trailer zu dem außergewöhnlichen Psychothriller, mit dem Natalie Portman zur heißen Oscar-Anwärterin avanciert, können Sie jetzt bei t-online.de sehen.
Portman spielt die aufstrebende Tänzerin Nina, die vom Ballettdirektor (Vincent Cassel) des renommierten New York City Ballet dazu auserkoren wird, die Nachfolge der ausgemusterten Primaballerina Beth (Winona Ryder) im "Schwanensee" anzutreten. Eine große Chance für Nina, die allerdings einen entscheidenden Haken hat: Die kreuzbrave, noch zu Hause bei ihrer Mutter im Kinderzimmer wohnende Nina ist zwar die Idealbesetzung für die Schwanenkönigin, als schwarzer Schwan scheint sie gänzlich überfordert. Das wird ihr umso mehr bewusst, als sie in der neuen Kollegin Lily (Mila Kunis) eine Konkurrentin bekommt, die all das verkörpert, was Nina nicht ist. Dennoch ist sie fasziniert von der sinnlichen Lily und beginnt, den schwarzen Schwan in sich selbst zu entdecken.
Nachdem Darren Aronofsky in "The Wrestler" mit Mickey Rourke die laute, derbe und schweißtriefende Männerwelt des Wrestlings erkundete, vollzieht er für "Black Swan" eine 180-Grad-Drehung und widmet sich nun der filigranen Eleganz des Balletts. Allerdings sieht der Regisseur beide Filme als zwei Seiten einer Medaille. "Mickey Rourke macht als Catcher etwas ganz Ähnliches durch wie Natalie Portmanm als Balleria", sagt er. "Beide sind Künstler, die ihre Körper einsetzen, um sich selbst auszudrücken und beide teilen die Verletzungsgefahr, da ihre Physis das einzige Ausdrucksmittel ist. Mich interessierte es, diese zwei verwandten Geschichten in zwei Welten zu finden, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben."
Kinostart: 20. Januar 2011
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Quelle: t-online.de
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