29.07.2010, 16:24 Uhr | mth
Rüstige Rentner: Helen Mirren und John Malkovich in "R.E.D." (Foto: Concorde)
Nicht erst seitdem Sylvester Stallone als rüstiger Mitsechziger immer noch prima aufgepumpt großkalibrige Schießprügel abfeuert bis die Leinwand dampft, vermuten wir: Für Action-Helden gibt es anscheinend kein Verfallsdatum. Das bestätigt jetzt der deutsche Hollywood-Regisseur Robert Schwentke ("Flightplan"). Für seinen neuen Film "R.E.D." (Filmstart: 28. Oktober 2010) schickt er mit John Malkovich, Helen Mirren, Morgan Freeman und Bruce Willis ein Quartett nicht mehr ganz taufrischer Stars als pensionierte Agenten ins Rennen, die es nach dem Motto "älter, härter, besser" unglaublich krachen lassen. Einen ersten, vielversprechenden Eindruck der Radau-Rentner erhalten Sie im neuen Trailer zum Actionknaller.
"R.E.D." basiert auf dem gleichnamigen Kult-Comic von Warren Ellis und Cully Hammer. Im Mittelpunkt der Handlung stehen vier ehemalige CIA Top-Agenten, die durch ihre jahrelange Arbeit im Staatsdienst mehr geheimes Wissen angehäuft haben, als der Agency lieb ist. Also landen sie kurzerhand auf deren Abschussliste. Nun steht allerdings die Abkürzung R.E.D. für "retired extremely dangerous", auf deutsch also "pensioniert extrem gefährlich - und genau das sind die Vier auch. Gemeinsam machen sie sich auf, um ihren übereifrigen Verfolgern das Handwerk zu legen und eine der größten Verschwörungen der USA aufzuklären. Zu diesem Zweck müssen sie aber das Unmögliche wagen: einen Einbruch in das CIA-Hauptquartier.
Im Starensemble von "R.E.D." ist Bruce Willis mit seinen 55 Lenzen das Küken. Und gleichzeitig der einzige, der über ein gehöriges Maß an Erfahrung als Action-Darsteller verfügt. Umso interessanter dürfte es sein, die Charakter-Mimen Malkovich, Freeman und Mirren in dem für sie eher unbekannten Terrain zu beobachten. Die ersten Szenen aus "R.E.D." legen den Verdacht nahe, dass die Leinwandgrößen durchaus Gefallen an der neuen Aufgabe gefunden haben. Vor allem die 65-jährige Oscar-Preisträgerin Helen Mirren ("Die Queen") macht als elegante Dame mit einem Hang zu überdimensionierten Maschinengewehren eine ausgesprochen gute Figur. Und während Stallone demnächst die Action-Opas in "The Expendables" zur Testosteron-Orgie im Brachialaction-Stil der 1980er Jahre versammelt, dürfte Schwentke mit "R.E.D:" dem Genre durchhaus einige neue, augenzwinkernde Aspekte hinzufügen.
Quelle: t-online.de
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