18.10.2011, 09:50 Uhr | afp/dapd
Das MDR-Fernsehballett tanzte für den tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow. (Quelle: dpa)
Der Auftritt von Mitgliedern des MDR-Fernsehballetts in Tschetschenien wird ein Nachspiel im Bundestag haben. Der Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses für Menschenrechte, Tom Koenigs (Grüne), kündigte in der "Mitteldeutschen Zeitung" an, die Darbietungen zu Ehren des tschetschenischen Präsidenten Ramsan Kadyrow in dem Gremium zur Sprache zu bringen. "Die sind von allen guten Geistern verlassen", sagte Koenigs. "Der Mitteldeutsche Rundfunk ist eine öffentliche Anstalt, die eine gewisse Verantwortung hat."
Koenigs kündigte an, er wolle "der Sache nachgehen", zunächst durch Anfragen im Auswärtigen Amt und dann im Ausschuss. Kadyrow sei international für Menschenrechtsverletzungen bekannt. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, forderte ebenfalls Aufklärung. Den Sender-Verantwortlichen fehle offenbar das nötige "Fingerspitzengefühl", sagte er dem Blatt.
Am Wochenende war bekannt geworden, dass Mitglieder des MDR-Fernsehballetts an der Party anlässlich des 35. Geburtstags des umstrittenen tschetschenischen Präsidenten teilgenommen hatten. Kadyrow hatte in der vergangenen Woche mit großem Pomp seinen Geburtstag gefeiert. Der für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannte Politiker, dessen Milizen Morde und Entführungen vorgeworfen werden, hatte für die Feierlichkeiten zahlreiche internationale Stars eingeladen, neben US-Schauspielerin Hilary Swank waren auch ihre Kollegen Jean-Claude Van Damme und Kevin Costner vor Ort.
Der Mitteldeutsche Rundfunk selbst hat den Auftritt des Fernsehballetts bedauert. "Dieser Auftritt hat dem Ballett, seinen Gesellschaftern und dem MDR in der Öffentlichkeit großen Schaden zugefügt", erklärte der Sender. Allerdings wies der MDR darauf hin, dass weder das Management noch die Mitglieder des Balletts Angestellte des Senders seien. Der MDR sei über seine Drefa Medien Holding mittelbar zu 40 Prozent an der Fernsehballett-Gesellschaft beteiligt.
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Quelle: dapd , AFP
Ich schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 21:40:20
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(107)
..
Also würde dieser Politiker der Grünen nicht so populistisch darauf eingehen wüsste eigentlich keine Sau ausser die Tänzer selbst was
dort gefeiert wurde.
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Georges schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 21:38:21
(753)
(125)
MDR Ballett
Diese grünen Hinterbänkler müssen sich auch einmal mit so einem bullshit profilieren, um ihren Frust über abnehmende Prozente zu Kompensieren.
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Jaegerin schrieb:
am 17. Oktober 2011 um 21:34:41
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(55)
Balltt
Es gibt eben genügend Spinner in unserer Gesellschaft, die keine anderen Sorgen haben. Aber all das ist Methode, weil man damit die
Bürger beschäftigen und von den eigentlichen Problemen ein wenig ablenken kann. Weiter so. Nur die ganz Dummen fallen darauf rein!
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