18.01.2012, 10:51 Uhr | mth
Thrillerfans dürfte dieser Tage im Kino ein Déjà-vu erwarten. Denn innerhalb von nur zwei Jahren ist zurzeit bereits die zweite Verfilmung von Stieg Larssons Weltbestseller "Verblendung" auf der großen Leinwand zu begutachten. Der Hauptgrund für die Neuauflage: Um die spannende Story auch dem amerikanischen Publikum schmackhaft zu machen, bedarf es einer englischsprachigen Fassung. Dabei unterscheidet sich die Hollywood-Version trotz des erheblich höheren Budgets nicht sonderlich von der schwedischen Produktion aus dem Jahr 2009. Und beide Filme können überzeugen. Genauso wie Rooney Mara und Noomi Rapace, die jeweils in die Rolle der Kultfigur Lisbeth Salander schlüpfen. Wir wollen nun von Ihnen wissen, welche Lisbeth Ihr Favorit ist: Klicken Sie sich durch unsere Foto-Show und stimmen Sie rechts ab.
Gepierct, abgemagert, dazu schwarz gefärbte Haare, Punkfrisur und helle Augenbrauen: Rooney Mara stellt die unangepasste Außenseiterin, die sich einen Teufel um das schert, was andere von ihr denken, absolut konsequent dar. Dennoch wirkt sie trotz ihres teilweise sehr taffen Auftretens immer wieder erstaunlich unsicher und verletzlich. Das drückt sich auch in ihrem Verhältnis zum von Daniel Craig dargestellten Mikael Blomkvist aus. Zu ihm baut sie tatsächlich Gefühle auf und ist dementsprechend tief enttäuscht, als Blomkvist diese nicht erwidert. Ein Aspekt, der in der US-Verfilmung einen höheren Stellenwert einnimmt als in der europäischen - auch weil Mara weitaus schutzbedürftiger wirkt als Noomi Rapace.
Rooney Maras Karriere führte sie nach einigen von den Kritikern wohlwollend aufgenommenen Auftritten in Independent-Filmen zur Hauptrolle im Remake von "Nightmare On Elm Street" (2010). Der Film brachte sie einem größeren Publikum näher, auch wenn sie sich nachträglich von ihm distanzierte. David Fincher besetzte sie anschließend in "The Social Network" (2010). Hier spielte sie in einer Nebenrolle die Ex-Freundin von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, der im Film von Jesse Eisenberg dargestellt wird. Sie beeindruckte den Regisseur, der sie dann zur neuen Lisbeth Salander machte, obwohl die Crème de la Crème der jungen weiblichen Hollywood-Prominenz von Natalie Portman bis Scarlett Johansson hinter dieser Rolle her war.
Man darf gespannt sein, wie sich die Karriere von Rooney Mara weiter entwickelt. Auch wenn noch nicht feststeht, wann die beiden geplanten Fortsetzungen umgesetzt werden: Für "Verblendung" erhielt Mara immerhin bereits eine Golden-Globe-Nominierung. Zudem hat Terrence Malick ("The Tree of Life") hat sie gemeinsam mit Ryan Gosling, Cate Blanchett und Christian Bale für seinen neuen Film "Lawless" verpflichtet, der voraussichtlich 2013 in die Kinos kommen wird.
Maras Lisbeth-Konkurrentin Noomi Rapace setzt ebenfalls auf den signifikanten Gothic-Look Lisbeths, wirkt dabei aber weiblicher. Auch legt Rapace die Rolle selbstbewusster an. Ihre Lisbeth weiß, was sie will und wie sie es bekommt. Insgesamt hinterlässt Rapaces Lisbeth einen reiferen Eindruck und kommt vor allem in den Fortsetzungen von "Verblendung" als coole Rächerin daher, die unbeirrt ihren Weg geht und auch die Action nicht scheut.
Nach einigen Jahren als Theaterdarstellerin überzeugte Noomi Rapace 2007 in dem dänischen Film "Daisy Diamond". Ihre Rolle als Lisbeth Salander in "Verblendung" und den beiden Fortsetzungen "Verdammnis" und "Vergebung" machten sie europaweit bekannt und sorgten für das Interesse Hollywoods. Dort war sie zuletzt in "Sherlock Holmes - Spiel im Schatten" (2011) an der Seite der Stars Jude Law und Robert Downey Jr. zu sehen.
Noomi Rapace hat also den Durchbruch in Hollywood bereits geschafft. 2012 wird sie in Brian De Palmas neuem Thriller "Passion" zu bewundern sein, und sie gehört neben Michael Fassbender, Charlize Theron, Guy Pearce und Idris Elba zu den Stars in "Prometheus" (Kinostart: 9. August 2012), Ridley Scotts mit Spannung erwarteter Vorgeschichte zu seinem Klassiker "Alien".
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Quelle: t-online.de
kinokönig schrieb:
am 22. Januar 2012 um 23:50:12
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wer braucht das plagiat?
ekelhaft ist das sicherheitsdenken der amerikanischen filmbosse..sie springen nur völlig ängstlich und geldgeil
auf stoff auf der sich bereits bewährt hat. langweile bis zum abwinken, deshalb gibt es den 100.titanik film den 100. sherlock holmes den 100. robin hood. super interessante drehbücher verrotten ungelesen in den schubladen der produzenten,weil man die ganze energie ins blockbustersüchtige hollywood steckt. das chinesische prinzip die kopie zu heiligen, setzt sich weltweit durch.ig
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kurtrichard schrieb:
am 21. Januar 2012 um 15:56:17
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Verblendung.
Der Ausdruck"Verblendung" sagt doch schon alles aus, oder? Dieses Nachgeäffe der Amerikaner ist schier unerträglich.
Niemals wird der nachgeäffte Film der Amerikaner das Original übertrumpfen können, egal welche Prominenz sie da auffahren. Ich lasse mir auf alle Fälle das Original durch solch eine ... Kopie nicht kaputt machen. kurtrichard
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Meikel schrieb:
am 20. Januar 2012 um 21:36:13
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unnötige Verblendung
Amerikaner kopieren gern europäische Filme. Das ist eigentlich überflüssig, denn diese Kopien sind meist viel
schlechter als das original. Wozu auch alles zweimal, können die Amis nicht gescheit syncronisieren oder was? Wahrscheinlicher ist, dass sie immer ihre Stars in den Produktionen sehen wollen und andere nicht akzeptieren. Billige Einstellung und wenig kultureller Weitblick. Spricht für einen schlechten Geschmack in Amerika.
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