08.04.2008, 09:31 Uhr | dpa / jho / AE
Verona Pooth ist nicht länger für RTL II im Einsatz. (Foto: imago)Die Korruptionsaffäre um Franjo Pooth kostet nun auch seine Frau Verona den Job. RTL II hat mit sofortiger Wirkung die Zusammenarbeit mit ihr beendet. Als Grund gab Programmdirektor Axel Kühn in einem Gespräch mit der dpa an, dass Verona nach der Insolvenz ihres Mannes Franjo "von den Zuschauern zunehmend kritisch beobachtet" werde. Auch wenn die Quoten für ihre inzwischen ausgelaufene Reihe "Engel im Einsatz" ganz ordentlich gewesen seien, habe sie an Glaubwürdigkeit verloren. In der Sendung hatte sich Verona regelmäßig für sozial schwache Menschen eingesetzt, eine Fortsetzung der Sendung wird es nun aber nicht geben.
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Zuversichtlich in die Zukunft
Jetzt sprechen Insider erstmals über Franjos Finanz-Affäre. (Foto: ddp)Zuletzt hatte sich Verona noch zuversichtlich gezeigt, dass in der Korruptionsaffäre die aufregendste Zeit vorbei sei. "Das Gröbste haben wir hinter uns", betonte die 39-Jährige am Sonntagabend in Berlin vor einer Veranstaltung zur Verleihung des Felix-Burda-Award. Es gehe normal weiter, auch für Franjo. In jedem Leben gebe es auch harte Zeiten, sagte Pooth, die ohne ihren Ehemann gekommen war. Ihr Selbstbewusstsein habe durch die Affäre nicht gelitten. "Mein Selbstbewusstsein hat nichts damit zu tun, was in den Schlagzeilen steht", sagte der TV-Star. Die Ermittler werfen Franjo Pooth vor, er habe Bankmanagern, die ihm Millionenkredite gewährt haben, großzügige Geschenke gemacht. Über seine Rechtsanwälte äußerte sich Franjo am Wochenende auch erstmals konkret zu den Vorwürfen und räumte die Lieferung von Fernsehern an Bankenmanager ein.
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Von Sparkassen-Vorstand unter Druck gesetzt
Laut Franjos Rechtsanwälten, seien kostspielige Großbild-Fernseher an Vorstände und Mitarbeiter der Stadtsparkasse Düsseldorf geliefert worden. "Es ist zutreffend, dass es solche Lieferungen gegeben hat und eine Rechnungslegung erst nach Beginn der Ermittlungen erfolgte." Dies steht in einer Mitteilung der Verteidiger Pooths an die Staatsanwaltschaft Düsseldorf, die das Magazin "Focus" und die Zeitung "Sonntag-Express" am Wochenende in Auszügen veröffentlichten. Nach Darstellung der Anwälte sah sich Franjo Pooth damals angeblich unter Druck gesetzt. In der Erklärung heißt es: "Ein Vorstandsmitglied äußerte sich gegenüber einem Geschäftsführer von Maxfield: 'Wenn das jetzt nicht schneller klappt, dann dauert es bei euren Anträgen auch länger.'"
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Keine Insolvenz-Verschleppung
Verona & Franjo Pooth (Foto: imago)Pooths Anwälte wiesen außerdem den Vorwurf der Insolvenz-Verschleppung zurück. Sie verweisen darauf, dass angeblich sowohl der Sparkassen-Vorstand als auch Wirtschaftsprüfer sowie ein Fachanwalt für Insolvenzrecht "unter Hinweis auf den Wert der Marke Maxfield erklärten, eine Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages bestehe nicht. Hierauf hat sich Herr Pooth verlassen und durfte dies auch."
dpa / jho / AE
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