22.09.2011, 11:58 Uhr | dpa
Franz Hubert Wolfgang Remling genießt sein Leben als Rentner. Er macht Sport, reist mit seiner Frau, und wenn er zu Hause ist, dann spielt er gerne mit seinen Enkelkindern, Giorgio (5) und Giuliano (3). Nur mit Journalisten redet der Opa Wolfgang nicht mehr. Und das seit genau fünf Jahren. Die Presse würde in ihm wohl auch noch immer Wolfgang Petry sehen, den berühmten Schlagersänger ("Wahnsinn"). Doch der hat sich im Herbst 2006 vom Rampenlicht ins bürgerliche Leben verabschiedet. Mit 55 Jahren hatte Petry seine Sängerkarriere beendet. Am 22. September wird er 60 Jahre alt - und vermisst das Leben als Schlagerstar kein bisschen.
Die Wuschelmähne ist ab, die unzähligen Freundschaftsarmbändchen hat er ausgezogen: Die Markenzeichen sind weg, Wolfgang Petry sieht nicht mehr aus wie Wolfgang Petry. "Er ist Rentner, das ist einfach so. Das genießt er auch", sagt sein Sohn, Achim Petry (37), der Nachrichtenagentur dpa. Ein Comeback des Vaters sei ausgeschlossen - auch wenn in den Medien vor einigen Tagen über eine mögliche Rückkehr spekuliert worden war. "Er vermisst eigentlich gar nichts." So wird er den Fans wohl weiter fehlen, der "Wolle", der in seiner 30-jährigen Karriere mehr als zehn Millionen Tonträger verkauft und unzählige Preise vom Echo bis zur Platin-Stimmgabel gewonnen hat.
Doch wenigstens führt Sohn Achim den Familienbetrieb fort, indem er die Hits des Vaters einfach weitersingt. "Wahnsinn", "Verlieben, verloren", "Weiß der Geier" - die Texte sind die gleichen, die Melodien auch. Sogar die Fans in der ersten Reihe sind dieselben, erzählt Petry. "Wenn man die DVDs von alten Konzerten anschaut, ist das die gleiche erste Reihe wie heute."
Doch Petry junior ist völlig anders als der Vater und erscheint schon mal in Kapuzenpulli und lässiger Jeanshose zu einem Interview. Mit Schlager würde man den jungen Mann nicht in Verbindung bringen. Er selbst sagt: "Ich hör' auch Slipknot. Und Abba." Slipknot - die Horror-Metal-Band aus den USA? Ja: Achim Petry ist Schlagersänger und Rock-Fan.
Bis er 20 wurde, fand er seinen Vater, den Schlagerkönig der Nation, ziemlich uncool. "Da hört man Nirvana, da ging's immer stramm gegen die Wand", erzählt Petry und lacht. Irgendwann aber wurde der Vater plötzlich cool. "Ich seh' meinen Vater da mit Band stehen, und die Gitarren waren lauter als bei den Stones", erinnert sich Petry, der in den vergangenen vier Jahren um die 400 Konzerte mit den Hits seines Vaters und den Songs seiner eigenen Schlagerplatte ("...So wie ich!", 2007) gegeben hat.
Musik hat Achim Petry schon lange gemacht. Mit 15 ging's los, bald hatte er eine eigene Band. Dann lernte er Veranstaltungskaufmann, arbeitete mal in einer Event-, mal in einer Werbeagentur, mal bei einer Plattenfirma: "Alles, was ich gemacht habe, hatte mit Musik zu tun." Als dann der Vater seine Karriere beendete, häuften sich die Interviewanfragen, und dann waren da noch die Fans. Die wollten "Wolle" zurück. Irgendwann fiel der Beschluss: Statt "Wolle" gab es nun Achim. Und was sagt das Original dazu? "Mein Vater meinte: warum nicht?", sagt Achim Petry.
Das Schlagergeschäft sieht der 37-Jährige nüchtern. Mit Musik die Welt verändern? Daran glaubt er nicht. "Was wir machen, ist Bespaßung. Wir bespaßen die Leute, und wenn du zwei Stunden lang den Leuten ein gutes Gefühl gibst, dann hast du dein Ziel erreicht." Zurzeit arbeitet Petry an seinem zweiten Album, das im kommenden Jahr auf den Markt kommen soll. Wie es klingen wird, will er nicht verraten. Nur soviel: Der Produzent ist Papa Wolfgang. So ganz kann "Wolle" also wohl doch nicht von der Musik lassen. Alles andere wäre ja auch: Wahnsinn.
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Quelle: dpa
Nachfolger schrieb:
am 22. September 2011 um 16:27:43
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Wolle
Bin eigentlich absolut kein Schlagerfuzzi (und Volksmusik ist mir - bei allem Respekt vor deren Fans - ein Graus!)!Das Phänomen Wolle
kommt mir heute noch unheimlich vor,vor allem,weil meine Meinung sich so grundlegend änderte.Sicher nicht alle der recht ähnlich klingenden Werke treffen,einige aber umso stärker.Sein Sohn ist zwar recht sympatisch,aber was ist die "Spencer- Davis-Group" ohne Steve Winwood?Eine Hülse...
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Monika schrieb:
am 22. September 2011 um 12:35:44
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Wolle
Andere werden auch 60Jahre und nun??
Er hat sich von der Bühne verabschiedet aber was alle Künstlern sagen das sie aufhören die sind
alle nach einpaar Jahre wieder da warum wenn einer sagt er hört auf dan soll man sich auch daran halten
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Möni schrieb:
am 22. September 2011 um 12:01:36
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Glückwunsch
Glückwunsch zum Geburtstag...Schade das er nicht mehr auf der Bühne steht,sein Sohn kommt trotz der Wollelieder nicht an Vater Wolle ran
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