14.01.2008, 06:56 Uhr | Stefan Moser
Ross wird für seine Dschungelprüfung vorbereitet. (Bild: RTL)Bis gestern war der ehemalige Bro’Sis -Sänger das personifizierte Weichei im Dschungelcamp, doch dann wuchs er für ein paar Minuten über sich hinaus und zeigte allen, dass er kämpfen kann. Gegen wild attackierende Straußenvögel rettete er insgesamt fünf Sterne und hielt tapfer bis zum Ende durch. Damit hatte niemand gerechnet. Bisher hatte man ihn nur heulend gesehen. Mal fehlte der Teddy, mal die Eltern, dann schmeckte das Essen nicht oder er hatte Angst vor allem, was es im Dschungel gibt. Wenn man sich in den letzten Tagen in den Fan-Foren umsah, war Ross eigentlich der heißeste Tipp, wenn es darum ging, wer zuerst das Handtuch schmeißt. Die Zuschauer warten förmlich auf den berühmten Satz: “Ich bin ein Star, holt mich hier raus!“ Doch gestern lief der 33-Jährige zur Höchstform auf. Trotzdem ist er der Topkandidat für einen freiwilligen Ausstieg aus dem Camp. Besonders, nachdem die Zuschauer am Ende der gestrigen Sendung ihn schon wieder für die heutige Dschungelprüfung auswählten.
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DJ Tomekk ging nacktbaden
Angeblich hat Tomekk ja Angst vor Wasser und kann nicht schwimmen. Wie ist es dann zu erklären, dass er nachts im Dunkeln splitternackt in den See stieg? Vielleicht lag es ja an Lisa, die ihm die Stange, äh natürlich das Handtuch halten durfte. Wenn sie die Nacktszene gestern nicht gesehen haben, machen Sie sich nichts daraus, viel war ohnehin nicht zu sehen vom “kleinen Tomekk“. Lisa Bund war sehr gefragt, so durfte sie auch dem Teamchef Björn-Hergen Schimpf den Bart stutzen und erhielt dafür ein dickes Lob: “Wenn du ins Handgepäck passen würdest, würde ich dich mit heim nehmen.“
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Ein weinender Ross umarmt Isabel. (Bild: RTL)Ross wurde zum echten Mann
Indianer kennen keinen Schmerz, demnach müsste Ross eigentlich “der die Strauße mit seinem Gesang geschockt hat“ heißen. Als lebendes Büffet wurde er auf einem „Gestänge“ zu hungrigen Straußen ins Gehege gehievt und musste mit den Füßen Sterne sammeln. Tänzerin Isabel hatte dabei die Aufgabe, ihn, ähnlich wie bei „Greifer-Automaten“ auf einer Kirmes, fernzusteuern. Nach einer kurzen Bedenkzeit nahm er die Prüfung an. „Alle im Camp haben Hunger“, so der 33-Jährige. Niemand hatte wirklich damit gerechnet, dass Ross diese Aufgabe bewältigen würde. Als Sonja Zietlow und Dirk Bach am Samstag ins Camp kamen und verkündeten, dass er die dritte Dschungelprüfung meistern muss, hatte er mal wieder Tränen in den Augen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die anderen ihr Abendbrot eigentlich schon abgeschrieben.
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Die Prüfung im Straußenkäfig
Zum Schutz vor den Straußenbissen bekam Ross einen Hodenschutz (er wählte den Größeren), einen Helm sowie eine Schutzbrille. Und da die zehn Laufvögel sehr hungrig waren, wurde Ross mit Straußenfutter (Melasse) eingepinselt. Aufgeregt und klebrig nahm Ross in seiner Sitzvorrichtung Platz, die an einem Kranarm vor dem Straußengehege hing. Dann ein letzter tiefer Blick in die Augen seiner blonden Begleitung Isabel, die den Kran steuerte. Sonja Zietlow und Dirk Bach gaben das Startzeichen und sofort hackten die großen Vögel voller Energie auf Ross ein. Kranführerin Isabel steuerte Ross zum ersten Stern. Hecktisch und von hackenden Straußen umzingelt, angelte Ross sich seinen ersten Stern. Jetzt musste Isabel ihn nur noch mit dem Stern in die Auffang-Ecke des Geheges dirigieren, damit er ihn dort ablegen konnte. Doch beim Versuch, die kostbare Fracht mit den Füßen in das Fangnetz zu befördern, flog der Stern wieder in den Staub des Geheges und konnte nicht gewertet werden.
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Singender Ross
Doch Ross gab nicht auf. Mit seinem Gesang verwirrte er die Vögel, dazu wählte er den Bee-Gees-Klassiker „Tragedy“ und ging mit Isabel am Steuer weiter auf Sternenfang. Beide sangen immer lauter „Tragedy“ und Ross ertrug heldenhaft alle Attacken. Ferngesteuert von Isabel und sehr tapfer, sammelte er innerhalb von sechs Minuten fünf Sterne. Und diesmal landeten alle sicher im Fangnetz. Selbst das Moderatorenduo zollte ihm Respekt. Sonja Zietlow: „Ich glaube, die Strauße haben fester zugebissen als bei Caroline Beil.“ Und Dirk Bach: „Dein Teddybär Basil wird stolz auf dich sein.“ Mit Blessuren an Armen und Beinen kehrten Ross und Isabel stolz ins Camp zurück.
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Das Camp wird geputzt. (Bild: RTL)Was sonst noch im Camp passierte
Julia übergab die Teamleitung an Björn. Der verkündete, dass mehr auf Sauberkeit und Hygiene geachtet werden muss. Eine große Campreinigung begann. DJ Tomekk erwies sich als Praktiker. Er entwickelte eine „natürliche Geschirrspülmaschine“ im Bach. Seine Konstruktion bestand aus einer Reihe von kleinen Stau-Becken. Darin wird das Geschirr gelegt und vom Bach gespült. Eike fühlte sich als Nichtraucher benachteiligt. Die Raucher erhalten fünf Zigaretten pro Tag, die Nichtraucher nichts. Daher wäre es nur gerecht, wenn die Nichtraucher auch eine Kleinigkeit bekommen würden, meint Eike. Björn ging zum Dschungeltelefon und gab Eikes Meinung weiter. Doch es gab aber nichts. Michaela avanciert so langsam aber sicher zur Camp-Krankenschwester und erhielt einen „Apothekenkoffer“. Insgesamt ist der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe groß, alle haben sich lieb. Fragt sich nur wie lange noch.
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Dirk Bach und Sonja Zietlow triezen wieder selbstdarstellungswütigen Promis. (Foto: RTL)Schatzsuche „Wasserträger“
Die kleine Heldin Lisa und das Großmaul DJ Tomekk gingen gemeinsam auf Schatzsuche. Nach einem langen Fußmarsch gelangten sie an einen Wasserfall. Dort musste sich Lisa ausziehen und bekam einen Helm auf dem eine Wasserschüssel montiert war. Sie holte mit dem Schüsselhelm eiskaltes Wasser aus dem Wasserfall, lief zu DJ Tomekk, der das Wasser mit dem Mund übernehmen musste, um es dann mit einem Schlauch in eine Plexiglassäule zu drücken, bis durch den steigenden Wasserpegel ein Schlüssel in der Säule nach oben stieg. Das Dschungelcamp erfreut sich bei den Zuschauern weiterhin großer Beliebtheit, die zweite Folge der RTL-Dschungelshow am Samstag sahen wieder 4,35 Millionen Zuschauer, das waren 26,9 Prozent aller Zuschauer - eine unglaubliche Quote!
Stefan Moser
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