06.04.2011, 08:18 Uhr | dapd/dpa
Die Schauspielerin Witta Pohl ist tot. Sie starb am Montag in einer Hamburger Klinik, berichtete ein Freund der Familie und bestätigte einen entsprechenden Bericht der "Bild"-Zeitung. Vor rund einer Woche war bekanntgeworden, dass die 73-Jährige an Leukämie erkrankt war. Pohl war vor allem durch ihre Rolle in der Fernsehserie "Diese Drombuschs" bekanntgeworden.
Der TV-Star war Anfang Februar im Hof ihres Hauses in Hamburg zusammengebrochen. Kurz darauf diagnostizierten Ärzte den Blutkrebs. Die folgende Chemotherapie sei eine Phase größter Anstrengungen für Witta Pohl gewesen, der sie sich mit Entschlossenheit und großer Energie gestellt habe. Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierungsphase habe sie zuletzt aber immer mehr an Kraft verloren. "Nach achtwöchigem Leiden hat die beliebte Schauspielerin ihren schwersten Kampf verloren", hieß es in der Mitteilung der Familie. Pohls Kinder, die Zwillinge Florian (43) und Stefanie (43), hätten sich gemeinsam mit den fünf Geschwistern der Schauspielerin rund um die Uhr um sie gekümmert.
Witta Pohls Kinder, die Zwillinge Florian und Stefanie, sowie die fünf Geschwister der Schauspielerin seien rund um die Uhr bei ihr gewesen. "Wir wussten unsere Mutter die ganze Zeit über bei den Spezialisten des UKE in den besten Händen. Gemeinsam haben wir jeden Schritt vertrauensvoll mit ihnen abgestimmt", werden Florian und Stefanie Brauer in der Mitteilung zitiert. "Die Ärzte haben unserem Wunsch entsprochen und alles getan, damit unsere Mutter zu keiner Zeit Schmerzen hatte und nicht leiden musste."
Witta Pohl war in ihrem Leben auf vielen Theaterbühnen unterwegs - in München unter anderem, in Zürich, in Braunschweig und Darmstadt. Sehr unterschiedliche Rollen waren darunter, ernste und auch komische. Wirklich bekannt wurde sie aber als Vera Drombusch - als treu sorgende und patente Mutter und Ehefrau. Witta Pohl war immer eine Kämpferin gewesen. In einem Interview zu der von ihr erdachten ARD-Serie "Happy Birthday", in der sie eine Hebamme spielte, sagte sie einmal über die Titelfigur: "Ich gebe, genau wie sie, in meinem Leben auch nie auf." Vorbild für diese Einstellung sei ihre Mutter gewesen, die neben Witta Pohl noch fünf weitere Kinder großzog.
Pohl, die am 1. November 1937 in Königsberg geboren wurde, wollte eigentlich schon immer Schauspielerin werden. Zunächst machte sie aber eine Lehre als Kosmetikerin. Nach zwei Jahren auf einer Berliner Schauspielschule hatte sie 1957 am Staatstheater Kassel ihr erstes Engagement in der Hauptrolle für "Das Tagebuch der Anne Frank". Weitere Theaterarbeiten folgten unter anderem an den Münchner Kammerspielen und dem Züricher Schauspielhaus. Zu großer Bekanntheit gelangte sie jedoch erst im Fernsehen.
Im TV war Pohl erstmals 1960 in "Das Floß der Medusa" zu sehen - insgesamt wirkte sie in weit über 100 Produktionen mit. Zu ihrer wichtigsten Rolle wurde die der Vera Drombusch in der ZDF-Serie "Diese Drombuschs", deren erste zwölf Folgen Anfang der 80er Jahre von durchschnittlich 51 Prozent der Fernsehhaushalte gesehen wurden. Hans-Peter Korff spielte bis zu seinem Fernsehtod ihren Mann. Die sechste und letzte Staffel, in der Vera Drombusch tatsächlich selbst einmal einen Zusammenbruch erleidet, lief 1994. Zwei Jahre später nahm die ARD Pohls Idee einer Serie über eine Hebamme auf. "Happy Birthday" lief bis 2000. Danach spielte sie in der ZDF-Serie "Jenny und Co." die Tante dreier verwaister Nichten. Pohl bekam in ihrer Laufbahn drei Goldene Kameras: 1985 wurden sie und Hans-Peter Korff zum drittbeliebtesten Serienpaar gewählt, 1987 bekam sie eine für ihre Rolle in den "Drombuschs", 1993 für ihren Einsatz für Kinder in Not.
Pohl engagierte sich seit Jahren für Not leidende Kinder. Seit 1980 übernahm sie Patenschaften, 1991 gründete sie die Kinder-Hilfsorganisation "Kinderluftbrücke e. V." in Hamburg. Zur gleichen Zeit wurde sie UNESCO-Ehrenbotschafterin für das Tschernobyl-Hilfsprogramm. 2005 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz für ihr soziales Engagement. Pohl lebte nach drei gescheiterten Ehen zuletzt ohne Partner, aber mit einer ganzen Menge Tieren in Hamburg. Aus ihrer Ehe mit Schauspieler Charles Brauer stammen die Zwillinge Stefanie und Florian. Von Einsamkeit wollte sie nie etwas wissen. Weil sie das ganze Jahr für ihren Verein "Kinderluftbrücke" unterwegs sei, sei die Zeit zu Hause das größte Geschenk für sie, sagte sie einmal in einem Interview. In den schwierigen letzten Wochen ihres Lebens sei ihre Familie ständig bei ihr gewesen, sagte der Freund der Familie.
Zur Erinnerung an Witta Pohl ändert das ZDF sein Programm: Noch am Dienstag sollten um 0.20 Uhr zwei Folgen von "Diese Drombuschs" gezeigt werden. Am Samstag (9. April) ist um 14.40 Uhr die "Traumschiff"-Folge "Mexiko" mit Pohl zu sehen. Auch der NDR stellt sein Programm um. Anstelle der ursprünglich geplanten Folge des "Großstadtreviers" wird am Mittwoch (6. April, 21.45 Uhr) eine Episode mit Pohl gezeigt. Die Folge "Hafenpastor - Der Schein trügt" aus dem Jahr 2009 zählt zu den letzten TV-Auftritten Pohls. Zudem soll am Freitag (8. April, 1.00 Uhr) in den "Talk Show Classics" an die Schauspielerin erinnert werden.
Quelle: t-online.de
Beethoven schrieb:
am 6. April 2011 um 09:40:55
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Witta Phohl
Leider sterben die besten Schauspieler weg und hinterlassen nichtssagende Figuren.
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bella schrieb:
am 6. April 2011 um 09:20:30
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witta pohl
sie war ein aufrichtiger mensch, den es anderswo nicht gibt, herzlichkeit und menschlichkeit zeichneten ihren charakter aus, daran
sollten sich viele menschen ein beispiel nehmen.auch als sie die beerdigungskosten für mick werup übernahm,zerbrachen sich einige menschen,auch reporter,dass maul...was für eine schande....witta wird ewig leben,nämlich in den herzen der menschen und der kinder,dennen sie mit viel herz geholfen hat...möge gott bei ihr und ihrer familie sein......
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bane schrieb:
am 6. April 2011 um 09:14:02
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witta pohl
schade um diese großartige person-sie ist nie durch irgendetwas negatives aufgefallen,sie war ein wirklich guter mensch und
stellt alle möchtegernsgutmenschen in den schatten,sie musste nicht die presse informieren wenn sie was gutes tat-sie tat es einfach-selbstlos und ehrlich,schade dass es von diesen menschen nicht mehr gibt
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