02.12.2009, 18:10 Uhr
Der gescheiterte Physik-Professor Boris Yellnikoff (Larry David) ist ein exentrischer Eigenbrötler. (Foto: Wild Bunch/Central Film)Boris (Larry David) kann als Zyniker des Jahres betitelt werden. Der ehemalige Physik-Professor betrachtet das Leben als nerviges Laster. Es vergeht kein Tag, an dem er nichts auszusetzen hat, lediglich seine toleranten Freunde Joe (Michael McKean) und Leo (Conleth Hill) kann er mit seiner misanthropen Art nicht davonjagen. Die wenigen hellen Haare auf Boris' Kopf verraten sein fortgeschrittenes Alter. Vor vielen Jahren sah sein Leben noch ganz anders aus. Er war glücklich mit der attraktiven Jessica (Carolyn McCormick) verheiratet und arbeitete emsig als Professor für Quantenmechanik an der Columbia University. Der Physik-Nobelpreis schien damals zum Greifen nah. Leider sollte er ihn nicht bekommen, dass der Traum unerfüllt blieb, riss ihm den Boden unter den Füßen weg. Gnadenlos machte sich Pessimismus in ihm breit. Nach einem deftigen Streit mit Jessica lief Boris geradewegs durch eine Fensterscheibe, doch der Selbstmordversuch des Gescheiterten misslang...
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Foto-Show "Whatever Works - Liebe sich wer kann"
Die junge Ausreißerin Melody (Evan Rachel Wood) findet bei Quantenphysiker Boris Unterschlupf. (Foto: Wild Bunch/Central Film)Heute lebt der geschiedene Boris zurückgezogen in New York City. Er unterrichtet Kinder, die das Schachspielen erlernen wollen, und verdient sich damit seinen Lebensunterhalt. Selbst vor seinen Schülern macht er keinen Halt: Wo und wann er nur kann, meckert er. Eines Tages steht ein junges Mädchen (Evan Rachel Wood) vor seiner Haustür. Die hübsche Ausreißerin heißt Melody und sucht dringend eine vorübergehende Bleibe. Sie bittet Boris, ihr ein paar Tage Unterschlupf zu gewähren, der vergrämte Mann willigt nach einigen Überlegungen ein. Doch bald muss er feststellen, dass seine sarkastischen Worte bei dem naiven Mädchen keine Wirkung zeigen. Vielmehr scheint es der Fall zu sein, dass sie selbst gemeine Ironie positiv auslegt. Boris schüttelt immer häufiger den Kopf und wird allmählich stutzig. Die Zeit vergeht, und Melody wird ungeplant zum Dauergast. Als sie Boris unerwartet gesteht, dass sie sich in ihn verliebt hat, gerät das physikalische Gleichgewicht des Universums allmählich ins Wanken...
Randy (Henry Cavill) gesteht Melody (Evan Rachel Wood) seine Liebe. (Foto: Wild Bunch/Central Film)Starregisseur und Drehbuchautor Woody Allen scheint seine Filme beliebten Großstädten dieser Welt zu widmen. "Match Point" spielte in London, "Vicky Cristina Barcelona" natürlich in Barcelona, und seine neueste Komödie scheint eine Liebeserklärung an seine Heimatstadt New York zu sein. Die Inszenierung erfolgte nach der zügellosen und freien Woody Allen-Manier. Die mitreißende Geschichte dreht sich um den Genuss des Lebens, um Gelassenheit, Humor und - natürlich - um Sex. Wer eine ordentliche Prise Optimismus gebrauchen kann, ist mit dieser Liebeskomödie bestens beraten.
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