28.12.2010, 14:17 Uhr | mth/ZDF
Heute vor genau zehn Jahren flimmerte nach über drei Dekaden und 368 Folgen mit den "Hits des Jahres 2000" die letzte Ausgabe der "ZDF-Hitparade" über die deutschen Bildschirme. Am 18. Januar 1969 hatte die Erfolgsgeschichte dieses TV-Kults begonnen, der sich innerhalb kürzester Zeit zum Mittelpunkt der deutschen Schlagerszene entwickelte. Denn alles, was an Schlagerstars und -sternchen Rang und Namen hatte, gab sich im Berliner Studio die Klinke in die Hand, anmoderiert von Dieter Thomas Heck, Viktor Worms und zuletzt von Uwe Hübner. Die kultigsten Momente der "ZDF-Hitparade" von Drafi bis Ixi haben wir in unserer Foto-Show noch einmal für Sie zusammengefasst.
Zwischen 1969 und 1984 gab Moderator Dieter Thomas Heck den Ton in der Sendung an. Und zum Ende dieser Ära kam es zu den wohl witzigsten Auftritten in der "Hitparade", als die über zehn Jahre lang gepflegte heile Welt des traditionellen Schlagers von der "Neuen Deutschen Welle" förmlich überrollt wurde. Eine andere Generation von Interpreten, eine andere Art von Musik und vor allem eine andere Art von deutschsprachigen Texten sorgten für Aufsehen und Erstaunen. Es kam zu den interessantesten Konstellationen: Während sich Nicole leise und brav "Ein bisschen Frieden" wünschte, forderte Markus laut und trotzig "Ich will Spaß!" Und auf Howard Carpendales schmachtendes "Ti amo" antwortete die Gruppe Trio ganz cool "Ich lieb dich nicht, du liebst mich nicht".
Bis in die frühen 1980er Jahre stand die "ZDF-Hitparade" aber in erster Linie für eine Zeit, als der deutsche Schlager mit Künstlern wie Katja Ebstein, Ireen Sheer, Lena Valaitis oder Dschinghis Khan beim Grand Prix Eurovision noch vorderste Plätze belegen konnte. Und es sind nicht zuletzt die Jahre, als das, was man heute Comedy-Songs nennen würde, Furore machte: Da zieht Mike Krüger den Nippel durch die Lasche, da bemerkten Helga Feddersen & Dieter Hallervorden ebenso begeistert wie begeisternd, dass die Wanne voll ist, und die Gebrüder Blattschuss stellten mit ihrem Lied über die "Kreuzberger Nächte" das ganze Hitparaden-Studio auf den Kopf
Geprägt wurde die "Hitparade" von ihren drei Moderatoren Dieter Thomas Heck (1964-1984), Viktor Worms (1985-1989) und Uwe Hübner (1990-2000). Viele Künstler starteten hier ihre Karriere. Die meisten Auftritte in allen "Hitparaden"-Jahren absolvierte übrigens Roland Kaiser und die meisten Siege trug Nicole davon. Grundsteine des großen Erfolges der "Hitparade" waren die Verpflichtung zum Live-Gesang, die Spezialisierung auf deutschsprachige Texte und das Publikumsvotum per TED. Noch heute strahlt das ZDF über seinen Theaterkanal Ausgaben der "Hitparade" aus - die Sendung ist eben auch zehn Jahre nach ihrer Einstellung immer noch echter Kult.
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mth/ZDF
Michael.H schrieb:
am 16. Dezember 2010 um 16:08:44
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Hitparade
Ich fand die Hitparade gut sie sollte wiederkommen
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Top 20 schrieb:
am 16. Dezember 2010 um 12:44:11
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@bigboss
Da mögen Sie recht haben. Aber wurden Schlüsse daraus gezogen??
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Spinnenfrau schrieb:
am 16. Dezember 2010 um 12:14:51
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@ Susi
Ständig dieses dumme Gequatsche über die Verschwendung der Gebühren. Genau die Leute, die sich über darüber aufregen, kennen die
Sendet ARTE, Phoenix, BR Alpha und die Dritten nur vom Hörensagen und halten den Talk- und Seelen-Striptease-Müll der Privaten für tolle Unterhaltung.
Abgesehen mal davon: das sind Wiederholungen. Die kosten eben KEINE Produktionsgelder. Bei der Gelegenheit fällt mir ein anderer Comedy Song der damaligen Zeit ein: "Oh Susi..." von Frank Zander.
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